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Weihnachten jetzt!

Alle Jahre wieder ist es die Weihnachtszeit, die Menschen das Herz wärmt und in Spendenlaune bringt. Die Sommerzeit dagegen ist traditionell eine Art Gegenpol dazu, in dem man sich eine wohlverdiente Auszeit – Stichwort: Urlaub – gönnt und auf sich schaut. Das ist gut und richtig.

In diesem Jahr läuft jedoch einiges ein wenig anders. Da wäre hierzulande zunächst die ganz große Hilfsbereitschaft in Form des Wiedererwachens der Willkommenskultur, die speziell in den ersten Wochen des russischen Angriffs auf die Ukraine zu spüren war. Sehr viele nach zwei Jahren Pandemie erschöpfte Menschen haben da viel auf die Beine gestellt und sind für einen einmal mehr trägen und chronisch überforderten Staat in die Bresche gesprungen.

Mittlerweile ist freilich der Punkt erreicht, wo man sich an den Krieg in Europa gewöhnt hat, die Zahl neu ankommender Menschen zurückgeht und die Integration derer, die bereits zu Beginn des Angriffs nach Deutschland kamen, voranschreitet. Das Gefühl, alles stehen und liegen lassen zu müssen, um zum Hauptbahnhof zu eilen und dort zu helfen, ist nicht mehr so stark. Und natürlich sind die Auswirkungen der russischen Aggression längst auch in Form von Preissteigerungen bei uns allen angekommen. Und zwar derart massiv, dass selbst Menschen, die sich nicht als arm bezeichnen würden, die Teuerungen im Geldbeutel spüren.

Umfassende Entlastungspakete, die diese Krise zum Anlass nehmen, Armut langfristig entgegensteuern, sind von dieser Regierungen leider nicht zu erwarten. Die Wahrheit ist viel mehr, dass Armut immer ärmer wird. Die Hartz-IV-Regelsätze oder die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind lange schon viel zu niedrig. Aktuell verschärft sich die Not weiter. Mehr als ein paar Tropfen auf den heißen Stein – Stichwort: Einmalzahlung, 9-Euro-Ticket – wird es nicht geben. Das ist bedauerlich, aber eben auch nicht überraschend. Die gute Nachricht freilich: Wir alle könnten dies ändern, wenn wir politischen Druck aufbauen und uns nicht immer mit vagen Versprechungen zufrieden geben würden.

In diesen eher angespannten Zeiten muss also die Zivilgesellschaft ran. Wir alle brauchen ein Weihnachten jetzt! Alle jene, die ein paar Euro entbehren können, sollten jetzt an die Organisation, den Verein, die Initiative des Vertrauens spenden. Besonders in Projekte, die Armut bekämpfen. Und nein, dass soll natürlich nicht bedeuteten, dass etwa Spenden für Klimaschutzanliegen nicht ebenso wichtig und richtig wären. Der Punkt ist vielmehr, dass die Teuerung gerade jetzt viele Menschen an den Rand der Verzweiflung – oder sogar darüber hinaus – bringt.

Der langen Rede kurzer Sinn: Kramt bitte in eurem Mänteln, Jacken und Jeans, vielleicht findet ihr ja ein paar Euro, die ihr entbehren könnt. Spendet sie jetzt an ein Projekt, dem ihr vertraut. Macht einen Hauch von Weihnachten im Juni möglich.

Danke für das Lesen dieser Zeilen!

P.S.: Sollte eure Wahl auf uns fallen, dann freuen wir uns über Unterstützung unter folgendem Link: http://paypal.me/neukoellnhilft

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