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    Unsere tschadische “Familie in Not”

    Seit Ende April sind wir im Intensiv-Support für eine fünfköpfige Familie aktiv. Auf Facebook haben wir seit dem regelmäßig Updates veröffentlicht, da wir die Geschichte und Hintergründe nicht jedes Mal ganz von vorne erzählen können, werden wir das Geschehen hier auf dem Blog zusammenfassen und die bisherigen Facebook-Posts gesammelt veröffentlichen.

    Zusammenfassung:

    Anfang April kam F., die Cousine unserer sehr engen Freundes Adam, mit ihrer Familie nach Deutschland und beantragte Asyl. Zuvor hatte die Familie als abgelehnte Asylbewerber 1,5 Jahre in Frankreich auf der Straße gelebt. Ursprünglich hatte die Familie in Malta Aufenthalt aus humanitären Gründen erhalten,  nachdem das Geld dort nicht zum Überleben reichte, ging die Familie nach Frankreich, wurde dort abgelehnt, ging nach Deutschland, wurde dort auch abgelehnt und zurück nach Frankreich geschoben. Als F. wieder schwanger wurde, beschloss die Familie wieder nach Deutschland zu gehen.

    Die damals im sechsten Monat Schwangere wurde mit ihren drei Kindern und Ehemann dann in der Erstaufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt untergebracht. Mitte April wurde F. auf Grund schwerwiegender Schwangerschaftskomplikationen erst ins Krankenhaus nach Frankfurt/Oder eingewiesen, dann nach Berlin ins Virchow-Klinikum verlegt. Zu diesem Zeitpunkt haben wir sie und ihre Familie kennengelernt. Der Junge, mit dem F. schwanger war, wurde totgeboren. Einige Zeit zuvor, noch in Frankreich, hatte sich F. mit einem Rötelvirus infiziert.