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    Mama und Kind brauchen Hilfe (Archäologie-Edition)

    Liebe Leute,

    unsere Arbeit erinnert uns manchmal auch an archäologische Grabungen. Und kaum kümmern wir uns um das, was man freigelegt hat, kommt ein Regenschauer und schwemmt etwas Neues zum Vorschein. Und das ist leider nicht immer erfreulich.

    Archäologe ist natürlich ein toller Beruf. Vor allem für die, die als Jugendliche Agatha Christie verschlungen haben. Neugier und Forscherehrgeiz sind natürlich auch in der Flüchtlingshilfe unabdinglich. Es kommen Hilfesuchende mit ein, zwei oder drei Problemen zu uns. Sobald wir dann schon vier oder fünf der Probleme gelöst haben, tauchen Artefakte aus einer Zeit auf, in der sich niemand um nichts gekümmert hat. Aus einer Zeit, als die Betroffenen verdrängten oder kopflos agierten. So gab es nach der großen Flucht der Mutter nach Deutschland noch eine zweite Flucht vor häuslicher Gewalt von Sachsen nach Niedersachsen. Stromanschluss oder Kabelanschluss liefen an der alten Adresse auf den Namen der Mutter weiter, nur ein Teil der Briefe kam da an, wo er ankommen sollte. Eigentlich dachten wir, wir hätten ganz gut aufgeräumt. Blöd nur, dass jetzt eine Pfändung auf dem Konto liegt! Das hatten wir so dann doch nicht kommen sehen. Kurzum, wir müssen aus der Ferne jetzt helfen, ein P-Konto (P steht für Pfändungsschutz) einzurichten. Und da das Konto derzeit noch eingefroren ist, werden wir bis zur Klärung mit Einkaufsgutscheinen aushelfen.

    Klar werden wir da noch etwas mit Ratenzahlung zu vereinbaren versuchen. Und prinzipiell sind wir ja auf einem guten Weg, einige Altlasten sind bereits abgetragen und trotz gestiegener Lebenshaltungskosten kommen Mutter und Kind mit ein wenig Unterstützung ganz gut über die Runden. Wenn aber einer ursprünglicher Ausstand von um die 250 Euro sich über die Zeit aufs Doppelte aufgebläht hat, dann müssen auch wir schlucken.

    Wir würden uns freuen, wenn es uns mit eurer Hilfe möglich wäre, Mutter und Kind unter die Arme zu greifen und von dieser Altlast zu befreien. Denn natürlich ist auch ein Pfändungsschutz keine Dauerlösung. Eine Schuldnerberaterin, mit der wir immer wieder mal plaudern, meinte erst letztens ein wenig salopp, dass es sich mit Schulden ganz gut leben lässt, wenn man die Nerven dazu hat. Für Mutter und Kind, die gerade jetzt Stabilität brauchen, sind solch briefliche Hiobsbotschaften natürlich Gift.

    Falls ihr Mutter und Kind helfen wollt, dann tut das bitte unter diesem Link: PayPal.Me/neukoellnhilft

    Vielen Dank fürs Lesen dieser Zeilen. Und ja, wir würden uns auch wünschen, bei unserer archäologischen Arbeit auch mal die ganz großen finanziellen Schätze auszubuddeln. Möge der Tag mal kommen!